Zertifizierung


Ich bin als Bau-Sachverständiger von bebauten und unbebauten Grundstücken personenzertifiziert, sowie als Sachverständiger für Bau- und Versicherungsschäden (Zert.Nr. : ZN-2018-24-01-0706) durch die nach der

europäischen Norm DIN EN ISO/IEC 17024:2012 akkreditierte SVG-office GmbH; Dortmund (EURO-ZERT) zertifiziert. Damit unterliege ich der Euro-ZERT und stelle damit eine gleichbleibende Qualität meiner Dienstleistung sicher.

Ich erfülle die in § 6 der Beleihungswertermittlungsverordnung (BelWertV) genannten Anforderungen an Gutachter. Die Zertifizierung und Überwachung von Sachverständigen erfolgt nach den der DIN EN ISO/IEC 17024:2012

(früher EN 45013) entsprechenden Kriterien.  Mit dem Zertifikat wird die persönliche und fachliche Qualität dokumentiert, bestätigt und kontrolliert durch eine unabhängige akkreditierte Zertifizierungsstelle.

Die DIN EN 45013 ist die europäische Norm zur Regelung und Kontrolle von Zertifizierungsstellen. Sie wurde mit dem Ziel erstellt, das Vertrauen in die Stellen, die Personen zertifizieren, zu stärken. Der Zertifizierer muss die nötige

Kompetenz,  Ausbildung, Struktur und Erfahrung haben, um ein Qualitätssicherungssystem für Personenzertifizierung anzuwenden. Das Qualitätssicherungssystem baut im Wesentlichen auf Begutachtung und wiederkehrende

Überwachung der zertifizierten Personen.

Damit wird die Kompetenz der Personen festgestellt und nachhaltig nachgewiesen. Diese Qualitätssicherung ist insbesondere im gesetzlich nicht geregelten Bereich der Berufsausübung empfehlenswert.

So unterliegt zum Beispiel das Berufsbild des Sachverständigen keinem allgemein gültigen Ausbildungsablauf.

Für eine Zertifizierung muss ein Sachverständiger seine Erfahrung im Zertifizierungsbereich nachweisen. Die Kenntnisse eines Sachverständigen zur Erlangung der Zertifizierung werden von der Zertifizierungsstelle intensiv

geprüft.  Es werden regelmäßig Arbeitsproben kontrolliert (Gutachtenprüfungen). Der Sachverständige unterliegt einer ständigen Weiterbildungspflicht, die von der Zertifizierungsstelle kontrolliert wird. Er muss einen

Kompetenznachweis aufgrund  festgelegter Qualifikationsanforderungen erfüllen. Die Bestätigung durch die Zertifizierungsstelle erfolgt in Form eines Kompetenzzertifikates und wird in einem Verzeichnis für zertifizierte

Sachverständige veröffentlicht.


Die DIN EN 45013 hat mit der internationalen Norm ISO/IEC 17024 weltweite Gültigkeit. Im April 2003 ist die internationale Norm als Europäische Norm (EN ISO/IEC 17024) übernommen worden und wurde im Oktober 2003 als

Deutschen  Norm festgeschrieben (DIN EN ISO/IEC 17024). Die Norm ist in weiten Teilen identisch mit der EN 45013, erweitert wurden die Anforderungen an das Managementsystem der Personenzertifizierungsstellen.


In einer aktuellen Entscheidung des Landgerichts Hechingen heißt es, dass eine Zertifizierung, erfolgt sie nach dem Standard DIN EN ISO/IEC 17024, ein der öffentlichen Bestellung vergleichbarer Sachkundenachweis darstellt und

diesem gleichzusetzen ist (LG Hechingen, Beschluss vom 19.07.2017, Az. 1 OH 19/15).

Der Antragsteller hatte beantragt, den Sachverständigen abzubestellen und einen neuen Sachverständigen zu beauftragen, weil der gerichtlich bestellte Sachverständige nicht öffentlich bestellt und vereidigt war. Nachdem der

Antrag vor dem LG Hechingen abgelehnt worden war, legte der Antragsteller beim OLG Stuttgart sofortige Beschwerde gegen die Entscheidung ein. Das OLG Stuttgart verwarf die Beschwerde des Antragstellers mit der

Begründung: „Der Antragsteller greift mit seinem Rechtsmittel letztlich die Bestellung des gerichtlich bestellten Sachverständigen an. Dabei handelt es sich indes um eine Entscheidung, die nach § 490 Abs. 2 Satz 2 ZPO nicht

anfechtbar ist, da dies die Beweisanordnung betrifft. Es liegt demgegenüber keine Entscheidung vor, mit der ein dem Antragsteller zustehendes Recht zur Auswahl eines Sachverständigen beeinträchtigt worden wäre. Denn die

Person des Sachverständigen wird vom Gericht bestimmt (§§ 492 Abs. 1, 404 ZPO).“ Dabei kann es sich auch um einen nach DIN EN ISO/IEC 17024 zertifizierten Sachverständigen handeln.

Bei der Vorschrift des § 404 Abs. 3 ZPO (Vorrang des öffentlich bestellten Sachverständigen) handelt es sich um eine bloße Ordnungsvorschrift. Das Gericht, das einen zertifizierten Sachverständigen beauftragt, handelt somit

nicht fehlerhaft, so das LG Hechingen mit Bezug auf Zöller-Greger, ZPO, § 404 Rn. 2 und das Urteil des OLG Hamm vom 07.06.2010, Az. 6 U 213/08. Auch das OLG Düsseldorf entschied mit Urteil vom 04.12.2012, Az. I-23 U 181/11

entsprechend. Ist ein Sachverständiger zertifiziert, aber nicht öffentlich bestellt, so begründet die fehlende öffentliche Bestellung gemäß dieser Entscheidung keine Vermutung für fehlende Fachkunde. Vielmehr ergibt sich die

Sachkunde aus seiner Zertifizierung.


Oeffentliche Bestellung Zertifizierung pdf.

Zertifikat.pdf